Frauenförderung bedeutet nicht die Benachteiligung von Männern

17.12.2010 23:05

Landesfrauenrat MV e.V. fordert FDP zu mehr Sachlichkeit auf

Mit Befremden hat der Landesfrauenrat MV e.V. Äußerungen der FDP in Mecklenburg-Vorpommern zur Kenntnis genommen, wonach diese die Gleichberechtigung der Männer in Gefahr sieht. In einer Stellungnahme vom 15.12.2010 forderte der LFR die FDP zu mehr Sachlickeit auf. Herr Roolf habe mit seinen Äußerungen erreicht, was er vorgeblich nicht wolle - nämlich die Geschlechter gegeneinander auszuspielen. Zudem diskreditiere er die erfolgreiche Frauen- und Gleichstellungsarbeit im Land.

Analysen ergäben eindeutig, dass Frauen strukturell benachteiligt seien. Es sei deshalb folgerichtig, wenn in der Gleichstellungsarbeit der Schwerpunkt auf das Geschlecht gesetzt werde, das größeren Benachteiligungen unterliege. Dieser Fakt müsse auch in der Bezeichnung einer institutionalisierten Gleichstellungsstruktur wie der Parlamentarischen Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung deutlich gemacht werden.

Die Parlamentarische Staatssekretärin habe mit ihren Mitarbeitenden im Land MV eine sehr gute Arbeit geleistet, zum Abbau geschlechterbedingten Benachteiligungen beigetragen und müsse erhalten bleiben, heißt es in der Stellungsnahme weiter.

Frauenförderung bedeute nicht die Benachteiligung von Männern. Im Land MV sei sehr wohl wahrgenommen worden, dass Jungen häufiger als Mädchen zu den Schulabbrechern gehören und spezielle Maßnahmen vonnöten seien. Im Bündnis für Arbeit hätten sich Landesregierung sowie Wirtschafts- und Sozialpartner in einer Initiative zur Fachkräftesicherung gemeinsam geeinigt, auch auf diesem Feld schwerpunktmäßig aktiv zu werden. Zudem würden in den Produktionsschulen des Landes überwiegend männliche Jugendliche für eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt gefördert.

Download:

Stellungnahme des Landesfrauenrates MV e.V. vom 15.12.2010

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