7. Bundesnetzwerkkonferenz der Vereinbarkeitsinitiativen und -projekte - Unsere Arbeit überzeugt

08.07.2015 10:58

Ob Telearbeit oder Vertretung in der Tagespflege - Mecklenburg-Vorpommern hat Einmaliges zu bieten

Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land zum Leben - nicht nur aufgrund der Natur. Dies gehört zu den Erkenntnissen der 7. Bundesnetzwerkkonferenz der Vereinbarkeitsinitiativen und -projekte am 8. Juli 2015. Auf der Tagung informierten sich mehr als 50 Interessierte aus neun Bundesländern über Lösungen, die Frauen und Männer regional oder MV-weit unterstützen, ihr Erwerbs- und Privatleben miteinander zu vereinbaren.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben in einem größeren Umfang möglich als in manch anderem Bundesland. Dazu tragen auch Angebote bei, die aus Landesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds finanziert wurden und nun regional oder M-V-weit genutzt werden können.

tl_files/landesfrauenrat/bilder/news und termine/150708_BNWK_Min.Hesse.jpg"Vereinbarkeit lässt sich nicht verordnen. Sie darf kein bürokratischer Akt sein, sondern sie muss von der Gesellschaft gelebt werden. Vereinbarkeit ist zuallererst Einstellungssache. Und das heißt: Wir müssen dieses Thema in die Köpfe kriegen", sagte Gleichstellungsministerin Birgit Hesse am Mittwoch.

"Manches Angebot ist sogar einmalig" erklärte Maria Moynihan, Leiterin des Landeszentrums für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V "wie z.B. die Kompetenzstelle Telearbeit. Sie informiert über Voraussetzungen, Chancen und Risiken der Telearbeit und berät interessierte Unternehmen bei der Einführung von Telearbeitsplätzen. Eine weitere mitarbeitendenorientierte Lösung bietet die Servicestelle Leben+Arbeit in M-V. Dieses unternehmensfinanzierte Servicebüro unterstützt Beschäftigte bei der Lösung bzw. Erledigung alltäglicher Probleme und Aufgaben, angefangen von der Wohnungssuche über Facharzttermin, Kita-Platz oder Serviceleistungen im Haushalt. Die Servicestelle Leben+Arbeit in M-V betreut derzeit 14 Unternehmen, vor allem in Rostock und Umgebung.“

"Ein bundesweit wegweisendes Konzept für die Vertretung von Tagespflegepersonen, wenn diese krank, im Urlaub oder auf Weiterbildung sind, ist im Rahmen des Aktionsprogrammprojekts TapVer entstanden" sagte Anja Dornblüth-Röhrdanz vom Landesfrauenrat tl_files/landesfrauenrat/bilder/news und termine/150708_BNWK_Szene.jpgM-V e.V.. "Unter Beteiligung der Zielgruppe wurde in der Hansestadt Rostock ein Finanzierungs- und Vertretungsmodell entwickelt, welches die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben für Tagespflegepersonen und damit auch der Eltern ermöglicht."

Die Bundesnetzwerkkonferenz der Vereinbarkeitsinitiativen und -projekte wird seit 2009 jährlich und an wechselnden Orten im Bundesgebiet durchgeführt. Die diesjährige Veranstaltung wird vom Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in M-V  in Kooperation mit dem Landesfrauenrat M-V e.V. durchgeführt. Das Landeszentrum ist ein Projekt der Universität Greifswald und wird gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Kontakt:
Arbeitsstelle Gleichstellung Leben in MV
Anja Dornblüth-Röhrdanz
Tel.: 0381-3758648
roehrdanz@landesfrauenrat-mv.de

Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit MV
Thomas Hauptmann
Tel.  0170 9352338
Thomas.hauptmann@uni-greifswald.de

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