Ehrenamtliches Engagement von Frauen mehr anerkennen und stärken

22.11.2011 19:33

Es gibt unzählige Frauen, die sich trotz beruflicher Belastungen und vielfältiger familiärer Verpflichtungen ehrenamtlich engagieren. Ihre Zahl hat sogar zugenommen. Inzwischen sind lt Freiwilligensurvey 37% der erwerbstätigen Frauen ehrenamtlich aktiv“, erklärt Eva-Maria Mertens, Vorsitzende des Landesfrauenrates anlässlich des Tages des Ehrenamts am 6. Dezember. „Mehr als Männer sind sie in Bereichen ehrenamtlich aktiv, in denen es keine Aufwandsentschädigung und wenig gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung gibt“.

Über die Besonderheit weiblichen ehrenamtlichen Engagements, hat der Landesfrauenrat gemeinsam mit dem Rostocker Frauenkulturverein „Die Beginen“ eine Broschüre mit dem Titel „Motivieren-bewegen-verändern 13 Frauen in Mecklenburg-Vorpommern und ihr Amt in Ehre“ herausgegeben. Im Mittelpunkt diese Broschüre stehen sehr unterschiedliche, sich in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich engagierende Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern, die einfühlsam von der Journalistin Gudrun Brigitta Nöh porträtiert wurden. Außerdem kommen notwendige gesellschaftliche Rahmenbedingungen zur Förderung des Ehrenamts und Fragen, was Organisationen und Vereine selbst tun können, um für ehrenamtliche Tätigkeit attraktiv zu sein, zur Sprache.

Mit dieser Broschüre als einem Beitrag des Landesfrauenrates zum Europäischen Jahr des Ehrenamts erhoffen wir uns, dass das Engagement von wunderbaren Frauen aus MV exemplarisch sichtbar und weitere Frauen für eine ehrenamtliche Tätigkeit motiviert werden“, betont Mertens. „Angesichts des demografischen Wandels und der Krise der öffentlichen Haushalte wird das ehrenamtliche Engagement an Bedeutung gewinnen. Politik, Verbände und Organisationen, die ehrenamtliche Arbeit einbinden, müssen die persönlichen Bedürfnisse und Zeitkonkurrenzen von Erwerbsleben, Familie und Ehrenamt insbesondere bei Frauen stärker berücksichtigen, damit sich Frauen in gleichem Maße wie Männer auch ehrenamtlich engagieren können“, lautet darum eine gemeinsame Forderung aller Landesfrauenräte, die auf ihrer diesjährigen Konferenz in Erfurt beschlossen wurde.

Rostock, den 22.11.2011

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