Hohe Bedeutung einer Lebensphasenorientierten Arbeitszeitgestaltung

12.12.2012 09:46

Was können Politik, Gewerkschaften und Interessenvertretungen tun, um familienbewusstere Arbeitsbedingungen besser in Unternehmen umzusetzen? Dieser Frage gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kooperationstagung des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Gewerkschaftsbunds "Familienbewusste Arbeitszeiten im Praxistest. Auf dem Weg zu einer lebensphasenorientierten Arbeitszeitgestaltung?!" am 7. Dezember in Berlin nach.

"Zu einer erfolgreichen und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung gehört eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf unbedingt dazu. Die Verantwortung dafür tragen wir alle zusammen. Arbeitszeiten sind Taktgeber im Alltag berufstätiger Frauen und Männer und ihrer Familien. Für familienbewusste Arbeitszeiten zu sorgen bedeutet, diesen Takt so zu gestalten, dass er mit dem Rhythmus des Familienlebens harmoniert. Wir brauchen darum eine moderne Arbeitskultur, die an eine Vielfalt von Lebensentwürfen anschlussfähig ist! Hier kommt es auf individuelle Lösungen an. Die Förderung der betrieblichen Kinderbetreuung, die Initiative für Familienfreundliche Arbeitszeiten, die Großelternzeit oder die Familienpflegezeit – das alles sind Angebote, mit denen wir Beschäftigten helfen wollen, Verantwortung in ihrem Beruf und Verantwortung in der Familie zu vereinbaren", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Hermann Kues.

Die Bedeutung einer lebensphasenorientierten Arbeitszeitgestaltung wird in den nächsten Jahren erheblich steigen. Unterbrochene Erwerbsbiografien treten an die Stelle des Normalarbeits(zeit)verhältnisses: Elternschaft, Weiterbildung, Auslandsaufenthalte, Ehrenämter oder die Krankheit oder Pflegebedürftigkeit Angehöriger können kleine Auszeiten oder auch einen Bedarf an flexiblen Zeiträumen erfordern. Hierfür innovative Modelle zu entwickeln, gehört zu einer modernen Personalpolitik dazu.

Die Veranstaltung markierte zugleich den Abschluss der laufenden Phase des DGB-Projekts "Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten!", das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Das Projekt wird in den Jahren 2013 und 2014 fortgesetzt.

 

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Meldung vom 07.12.2012

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