Integrationskonzeption des Landes berücksichtigt Geschlechteraspekte nur unzureichend

15.10.2010 09:24

Landesfrauenrat fordert in Stellungnahme mehr Geschlechtersensibilität

Rostock - Die Konzeption zur Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten in Mecklenburg-Vorpommern vom Juni 2006 soll fortgeschrieben werden. In seiner Stellungnahme zum vorliegenden Entwurf der Landesregierung bemängelt der Landesfrauenrat, dass die Unterschiedlichkeit von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund nur vereinzelt Berücksichtigung findet.

So fehle u.a. eine geschlechtsdifferenzierte Datengrundlage. Anhand der vorliegenden Daten könne nicht beurteilt werden, ob und in welcher Anzahl Frauen und Männer bislang von Integrations-Maßnahmen profitiert hätten. Auf einer solchen Basis aber ließen sich kaum Handlungsansätze erwarten, die auf mehr Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern zielten.

In seinen Handlungsansätzen empfiehlt der Landesfrauenrat unter anderem, die interkulturelle und die Genderkompetenz in den Verwaltungen im Land zu erhöhen und geschlechtersensibles Arbeiten von Projektträgern als ein Kriterium für die Vergabe von Fördermitteln festzuschreiben. Zudem müsse grundlegend mehr für die Wertschätzung der Kultur von Menschen mit Migrationshintergrund getan werden.

Download:

Mehr Informationen:

Zurück