Kinderbetreuung muss gesellschaftlichem Wandel Rechnung tragen

19.06.2010 12:01

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Der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern hält das Thema Kinderbetreuung für einen zentralen Ansatzpunkt, um eine wirkliche Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben zu ermöglichen.

"Leider", so kritisiert die Sprecherin der AG Kinderbetreuung beim Landesfrauenrat, Anja Röhrdanz "werden auch in der neuen Gesetzesnovellierung des KiföG die tatsächlichen Arbeits- und Lebensbedingungen junger Familien nicht ausreichend reflektiert. Immer mehr Mütter und Väter arbeiten in Dienstleistungsbranchen, in denen Wochenend- und Schichtarbeit erforderlich ist. Allein 41,2 % aller Sozialversichertenbeschäftigten arbeiten im Gaststättengewerbe, in der Gesundheits- und Tourismuswirtschaft in Handel und Versorgung. Das KiföG gibt jedoch keine Anreize dafür, dass sich die Kitas besser auf diese neuen Bedingungen einstellen.

Die Geschäftsführerin des Landesfrauenrates, Renate Hill schlägt der Landesregierung vor, ein Aktionsbündnis zu installieren, das an einer Strategie für ein zukunftsfähiges Kinderbetreuungssystem arbeitet. Hier müssen auch Vertreter der Wirtschaft eingebunden sein, die infolge des zunehmenden Fachkräftebedarfs nicht nur eine besonderes Interesse an einer bedarfs- und qualitätsgerechten Betreuung haben, sondern auch über Ressourcen verfügen, sich an einer Finanzierung zu beteiligen.

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Pressemitteilung vom 19.06.2010
Anhörung zum KiföG M-V: Stellungnahme des Landesfrauenrates MV e.V.

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