Mitgliedsverein bei Obama

01.10.2015 10:21

Ostseezeitung vom 30.09.2015:

Auf Einladung von US-Präsident Barack Obama weilt derzeit eine Vertreterin des Vereins „Lola für Demokratie in MV“ in New York.

Vereins-Geschäftsführerin Stella Hindemith nimmt an einem zweitägigen Gipfeltreffen im UN-Hauptquartier teil, auf dem Experten aus über 70 Ländern seit Montag Strategien zur Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus und Gewalt beraten, wie die Amadeu Antonio Stiftung gestern in Berlin mitteilte.

Der Verein aus MV steuert eine Expertise im Bereich Gender und Rechtsextremismus bei. „Lola für Demokratie in MV“ unterstützt seit vielen Jahren auch die Selbstorganisation von Mädchen und Frauen, „um eine demokratische Alltagskultur in einer Region zu entwickeln, in der viele extrem rechte Familien wohnen und das gesellschaftliche Klima prägen“, hieß es. Der Verein organisiert Bildungsprojekte, Schulungen in Kindertagesstätten und Coachings für Lokalpolitikerinnen.

Der Landesfrauenrat M-V e.V. hat in diesem Jahr, gemeinsam mit Lola und der Amadeu Antonio Stiftung die Broschüre "Frauen und Rechtsextremismus in MV" herausgegeben. Diese können Sie gern in der Geschäftsstelle des Landesfrauenrates M-V e.V. anfordern. Weitere Informationen unter info@landesfrauenrat-mv.de

Geschäftsführerin Stella Hindemith berichtet in New York von den Erfahrungen des Vereins, „um geschlechtsspezifische Ansätze in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus zu internationalisieren“. Bereits im Februar nahm sie auf Einladung des Weißen Hauses an einer Expertenanhörung in Washington teil, um die Arbeit vorzustellen. Der Verein mit Sitz in Westmecklenburg ist aus dem Projekt „Lola für Ludwigslust“ der Amadeu Antonio Stiftung hervorgegangen, das seit sieben Jahren Menschen im ländlichen Raum unterstützt, die sich für Demokratie und gegen Neonazis starkmachen. 

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