Ulrike Bartel als neue Vorsitzende des Landesfrauenrates M-V gewählt

12.05.2017 09:43

Ulrike Bartel neue Vorsitzende des Landesfrauenrates M-V / Landesfrauenrat
steht für Vielfalt auch im Vorstand


Delegiertenkonferenz des Landesfrauenrates am 4. Mai in Güstrow

Die Delegierten aus 45 Vereinen und Verbänden wählten am 4.3.2017 auf ihrer
Delegiertenkonferenz in Güstrow für die nächsten drei Jahre ihren neuen Vorstand.
Der ehrenamtliche Vorstand wird in den kommenden Jahren die politische Arbeit
für eine bessere Gleichstellung von Männern und Frauen im Land fortsetzen.
Besonderes Augenmerk in der Arbeit wird dabei auf der Existenzsicherung von
Frauen und Männern in ihren unterschiedlichsten Lebenslagen und in allen
Lebensphasen liegen. Die neue Vorsitzende betont: „Dabei müssen
Alleinerziehende, von Armut Gefährdete und Betroffene gefördert werden.“
Als Vorsitzende wurde mit großer Mehrheit Ulrike Bartel vom Verein Frauen helfen
Frauen e.V. Rostock gewählt. Stellvertretende Vorsitzende ist die Gleichstellungsbeauftragte
des Landkreises Vorpommern-Rügen, Katrin Schmuhl von der
Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten M-V.
Neu als Beisitzerinnen sind Frauen aus der Arbeitsgemeinschaft
Sozialdemokratischer Frauen, dem Frauenwerk der Nordkirche, dem Alternativen
Mädchentreff Schwerin, der LAG FORSCH der LINKEN und der Volkssolidarität.
Während der Tagung schrieben die Delegierten Postkarten an die Kandidat*innen
der Parteien, die sich aus unserem Land zur Bundestagswahl stellen. Auf den
Karten formulierten sie ihre Forderungen an die Politik. Mit Nachdruck wurde u.a.
darauf hingewiesen, dass die Existenzsicherung von Frauen bis ins Alter
gewährleistet sein muss. Weiterhin fordert der LFR, dass Minijobs keine regulären
Beschäftigungsverhältnisse ersetzen dürfen. Die soziale Infrastruktur muss
familienorientiert ausgebaut werden. „Gerade die zeitliche Entlastung von Familien
mit Kindern durch einen besseren ÖPNV ist hierbei besonders wichtig“, betont die
neue stellvertretende Vorsitzende.
Durch den einstimmigen Beschluss eines Positionspapiers geht von der
Delegiertenkonferenz die Botschaft aus: „Wir engagieren uns dafür, dass jeder
Mensch die Möglichkeit hat, sich gleichberechtigt an gesellschaftlichen Prozessen
zu beteiligen, unabhängig von individuellen Fähigkeiten, ethnischer und sozialer
Herkunft, Geschlecht oder Alter. Wir wenden uns gegen Fremdenfeindlichkeit,
Rechtspopulismus und Anti-Feminismus.“ Hierbei sieht sich der Landesfrauenrat
einig mit der Ministerin, die in ihrem Grußwort ausführte: „Auch in Deutschland
gibt es politische Kräfte, die Gleichstellungspolitik als Genderwahn diffamieren und
das traditionelle Frauenbild hochhalten, mit Geschlechterrollen, die die Freiheit
einschränken, selbst zu bestimmen, wie man als Frau oder Mann leben will.“
Für Nachfragen steht Ihnen die neue Vorsitzende des Landesfrauenrates, Ulrike
Bartel, zur Verfügung.

ulrike.bartel@fhf-rostock.de

Anlagen:
 Bild vom neuen Vorstand,
 Bild vom Grußwort der Ministerin Stefanie Drese

Aktiv für Frauen in Mecklenburg-Vorpommern
- über den Landesfrauenrat M-V e.V. -

Der LFR vertritt als Dachverband von 45 Frauenvereinen, gemischten Verbänden
und Organisationen die Interessen zum Thema Gleichstellung in öffentlichen
politischen Debatten sowie landespolitischen Entscheidungen. Dabei legt er den
Schwerpunkt auf die Vertretung von Fraueninteressen.
Der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. engagiert sich für mehr
Chancengleichheit und gleichwertige Lebensperspektiven für Frauen und Männer,
Mädchen und Jungen im Land. Er entwickelt und bündelt gleichstellungsspezifische
Fachkompetenz, damit geschlechterspezifische Aspekte in politischen Entscheidungen
im MV beachtet und berücksichtigt werden.
Zur Umsetzung seiner Zielstellungen arbeitet der LFR eng mit der Landesregierung,
den demokratischen Parteien, Wirtschafts- und Sozialpartnern, Verwaltungen und
Institutionen in MV sowie Frauen- und Gleichstellungsinteressenvertretungen, -
experten und -expertinnen im In- und Ausland zusammen.

Zurück