Unsere Hebammen auf Deutschlandtour Tourbus des Hebammenverbands kommt heute nach Rostock

06.09.2017 10:00

Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) macht zusammen mit allen 16 Landesverbänden mit einer Deutschlandtour auf die schwierige  Situation von Hebammen aufmerksam. Damit verbunden ist ein Appell insbesondere an Bundestagskandidatinnen und -kandidaten, in der kommenden Legislaturperiode die Versorgung mit Hebammenhilfe sicherzustellen. Die Arbeitsbedingungen von Hebammen müssen verbessert werden. Die Ausbildung zur Hebamme soll zukünftig an die Hochschule kommen. Heute macht der Tourbus des DHV in Rostock Station auf dem Doberaner Platz, um über Hebammen und ihre politischen Forderungen zu informieren.

„Hebammen sind in Deutschland bei jeder Geburt dabei und ermöglichen einen guten Start ins Leben. Diese einzigartige Hilfe ist an vielen Orten in Gefahr. Wir Hebammen brauchen dringend Unterstützung“, so Martina Klenk, Präsidentin des DHV. Hebammen stehen aktuell deutschlandweit vor großen Herausforderungen: Die Arbeitsbedingungen in Kliniken verschlechtern sich. Zahlreiche Kreißsäle haben bereits geschlossen. Bei steigender Geburtenrate müssen Hebammen immer mehr Frauen gleichzeitig während der Geburt betreuen. Die Vergütung ist niedrig, während die Haftpflichtprämien weiterhin stark ansteigen. Viele Frauen und Familien finden mittlerweile keine Hebamme mehr, die sie begleitet. „In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern darf es zu keinen weiteren Klinikschließungen kommen. Auch im ländlichen Raum muss eine wohnortnahe Betreuung von werdenden Müttern möglich sein. Es sollte über andere Modelle nachgedacht werden, um eine kontinuierliche Hebammenbegleitung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu garantieren“, betont Sigrid Ehle, 1.Vorsitzende Landeshebammenverband Mecklenburg-Vorpommern.

 

Bei der Deutschlandtour des DHV besucht ein Tourbus 16 Städte in allen Bundesländern. Vom 24. August bis zum 16. September 2017 informieren Hebammen dabei über ihren Beruf an einem Infostand. Die Wahlprüfsteine des Hebammenverbands für die Bundestagswahl 2017 werden vorgestellt. Eine Diskussion mit Politikerinnen und Politikern über mögliche politische Lösungen für Hebammen findet im Anschluss statt.

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Kontakt und weitere Informationen:

Deutscher Hebammenverband e. V.
Pressestelle
Telefon: 030/3940 677 30
E-Mail: presse@hebammenverband.de

  

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