Landesfrauenrat MV: Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm braucht verbindliche Umsetzung

Landesfrauenrat MV: Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm braucht verbindliche Umsetzung 150 150 Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern

Rostock, 16.03.2026 – Der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Verabschiedung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms. „Das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm ist ein wichtiger Anfang und eine strategische Grundlage, um das Thema in der Landesregierung besser zu verankern. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen jetzt auch verbindlich umgesetzt und ausreichend finanziert werden“, sagt die Geschäftsführerin des Landesfrauenrates, Kathrin Herold. „Gleichstellung darf nicht nur auf dem Papier stehen, sie muss im Alltag der Menschen spürbar werden.“

Dem Beschluss ist ein intensiver Beteiligungsprozess vorausgegangen, an dem der Landesfrauenrat M-V und seine Mitgliedsverbände sowie zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure mitgewirkt haben. Auf dieser Grundlage ist endlich ein wichtiger Orientierungsrahmen für Gleichstellungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen worden.

Aus Sicht des Landesfrauenrates bleiben leider zentrale Fragen offen. An vielen Stellen fehlen konkrete Zielgrößen, verbindliche Zeitpläne sowie eine nachvollziehbare Unterlegung mit finanziellen Ressourcen. Ohne solche Kennzahlen droht das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm seine gestaltende Wirkung in der Praxis nur begrenzt zu entfalten.

Zugleich braucht es deutlich stärkere ganzheitliche Ansätze. Gleichstellungspolitik muss die Verschränkung von Geschlecht mit weiteren Diskriminierungsformen, etwa Armut, Migration oder Behinderung, konsequent mitdenken, um wirksam zu sein.

Auch im Beteiligungsprozess wurde wiederholt hervorgehoben, dass Digitalisierung und Gleichstellung eng miteinander verknüpft sind und gerade in diesem Bereich gezielte Maßnahmen erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund ist es bedauerlich, dass Aspekte der Digitalisierung im finalen Dokument nur wenig Berücksichtigung gefunden haben. Die digitale Transformation birgt sowohl Chancen als auch Risiken für Gleichstellung, da sich bestehende strukturelle Ungleichheiten und Benachteiligungen hier fortsetzen oder sogar verstärken können. Umso wichtiger wäre es gewesen, diesen Bereich stärker mitzudenken.

Nach Einschätzung des Landesfrauenrates kann das Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm ein wichtiges Instrument sein, um Gleichstellung strukturell voranzubringen. Voraussetzung sei jedoch, dass Politik, Verwaltung und Kommunen jetzt für die Umsetzung gemeinsam Verantwortung übernehmen.

„Gleichstellung ist keine einmalige Maßnahme, sondern eine dauerhafte politische Aufgabe – auch nach den Landtagswahlen“, so Herold. Der Landesfrauenrat wird die Umsetzung des Aktionsplans weiterhin begleiten und unterstützen, damit die formulierten Ziele in spürbare Verbesserungen für die Menschen im Land umgesetzt werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Kathrin Herold, Geschäftsführerin LFR M-V
herold@landesfrauenrat-mv.de
Tel.: 0176-45 99 52 64

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