Landesfrauenrat M-V warnt vor Verlust geschlechtsspezifischer Jugendhilfe im Zusammenhang mit dem Förderstopp für Alternativen Mädchen*Treff Schwerin

Landesfrauenrat M-V warnt vor Verlust geschlechtsspezifischer Jugendhilfe im Zusammenhang mit dem Förderstopp für Alternativen Mädchen*Treff Schwerin 150 150 Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern

Landesfrauenrat M-V warnt vor Verlust geschlechtsspezifischer Jugendhilfe im Zusammenhang mit dem Förderstopp für Alternativen Mädchen*Treff Schwerin

Dachverband betont hohen Bedarf an Mädchen*arbeit und verweist auf Gleichstellungspolitisches Rahmenprogramm des Landes

Rostock, 12.10.2026 – Der Landesfrauenrat M-V bedauert, dass die Landeshauptstadt Schwerin die Förderung des Alternativen Mädchen*Treffs Schwerin e.V. vorzeitig beendet hat. Damit steht der letzte eigenständige Mädchen*treff in Mecklenburg-Vorpommern vor einer ungewissen Zukunft.

Der Mädchen*Treff ist seit vielen Jahren eine feste Anlaufstelle für Mädchen* und junge Frauen* in Schwerin. Er bietet ihnen einen geschützten Raum, in dem ihre Lebensrealitäten und Erfahrungen im Mittelpunkt stehen. Die Arbeit des Treffs versteht sich ausdrücklich auch als Antidiskriminierungsarbeit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Empowerment und Teilhabe junger Menschen.

Der Bedarf an solchen Angeboten ist unbestritten. Mit dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm (GRP M-V), das die Landesregierung im März 2026 beschlossen hat, hat das Land deutlich gemacht, dass Gleichstellung früh ansetzen muss. Auch das Kinder- und Jugendhilferecht verpflichtet die öffentliche Jugendhilfe, Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts abzubauen und die Gleichberechtigung zu fördern (§ 9 Nr. 3 SGB VIII). Mädchen*treffs sind dafür ein bewährtes Instrument.

„Wir haben Verständnis dafür, dass Kommunen unter erheblichem finanziellem Druck stehen“, sagt Flora Mennicken, Vorstandsvorsitzende des Landesfrauenrats M-V. „Doch gerade jetzt, wo rechte Kräfte erstarken und mit ihnen antifeministische Stimmen lauter werden, brauchen Mädchen* und junge Frauen* Orte, an denen sie gestärkt werden, ihre Stimme finden und demokratisches Miteinander erleben. Eine grundsätzliche Absage an die Förderung von Mädchen*arbeit wäre deshalb das falsche Signal.“

Der Landesfrauenrat M-V appelliert deshalb an die Landeshauptstadt Schwerin gemeinsam mit dem Verein eine tragfähige Perspektive für den Fortbestand des Mädchen*Treffs zu entwickeln. Als Dachverband steht der Landesfrauenrat M-V bereit, diesen Prozess fachlich zu unterstützen.

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Kathrin Herold
info@landesfrauenrat-mv.de
0381 49 02 442

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